Späte Erkenntnisse

Naivität. Ich habe im Duden nachgesehen, um den Sinn diesen Wortes zu erkunden. Selbst habe ich es abgelegt zu den negativen Begriffen. Unsicher bin ich mir geworden, just in diesem Moment, denn dort lagen schon die Wörtchen „egoistisch“ und „sensibel“. Und hier habe ich schon korrigieren müssen – … späte Erkenntnis …
   
Doch im Duden finde ich sie in Klammern, die erahnte Randbemerkung „(oft abwertend)“. Fast schon selbstzufrieden möchte ich das „Werk der Werke“ wieder zuklappen. Jedoch – beim genaueren Hinsehen finde ich „Ursprüngliches“:

(lat. Nativus = durch Geburt entstanden. Natum = geboren werden, entstehen)

So negativ klingt das nun wieder nicht. Denn es beweist zumindest, daß eine Lernfähigkeit noch vorhanden ist, möglicherweise – das geholfen werden kann.
Denke ich an die Naivität von Kindern, so bedauere ich sogar jetzt ein wenig, daß das Gegenteil einem sogar Wege verschließen könnte und ich bisher Negatives in diesem Wörtchen gesehen habe.
Eigentlich ist es etwas Liebenswertes – unbehaftet von Zweifeln und Mißtrauen, naiv an eine Sache heranzugehen. Das Kind in einem zu wecken – manchmal – und zu entdecken… Vielleicht auch Enttäuschungen …
Doch auch Enttäuschungen bereichern es, mein Leben.

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