der Weg

Es ist nicht leicht – zu ändern seinen Standpunkt um die Dinge
von dort dann zu betrachten. Festgefahren sind sie oft, die Wege,
die ich gehe. Täglich. Die Wahrnehmung hat sich reduziert. Auf das
Wesendliche.

Überraschend ist es dann, abzukommen vom Weg und zu entdecken.
Neues zu betrachten, was neu vielleicht nicht immer ist. Es ist
wohl immer eine Sache des Standpunkts. Und dem Bewusstsein, etwas
aus einem anderen Winkel zu sehen.

Ein Gewinn oder Verlust – in dem, was man schon zu kennen geglaubt
hatte.

Neue Wege. Im Kopf beginnen sie Ziele zu erobern. Oder auch nur Weg
zu sein – und Ziel in einem.

Neue Irrtümer. Wege, deren Ende eine Wand zu sein scheint. Weil
Erfahrung fehlt. Oder Erfahrung mich nicht weitergehen lässt. Weil
ich ein Hindernis sehe, das keines ist – tatsächlich.

Wenn ich alles noch mal anders machen könnte, dann würde ich
wahrscheinlich genauso beginnen und heute am gleichen Punkt stehen.
Vorgegeben war es. Nach meinen Möglichkeiten bin ich verfahren. Mit
den Werkzeugen und den Vorgaben derer, die mir etwas beigebracht
haben. Die meine Empfindungen geprägt haben. Die meine Ängste geformt
haben. Und meine Offenheit.

Herausforderungen haben weiter geformt – haben manche Grenze neu
definiert. Und doch ist es nur ein Weg. Mit vielfältigen Möglichkeiten.
In einer Welt, die diese Möglichkeiten gestattet.

„Jeder seines Glückes Schmied“. Und verpasste Abfahrt gibt es auch…